Rentenbeginn

Eintrittsalter, Sonderregelungen, Rente mit Abschlag

Dieses Thema intressiert in erster Linie ältere Leser. Doch auch die Jüngeren dürften Neugierig sein, wann Sie genau in Rente dürfen. Schließlich dreht sich die Welt gefühlt immer schneller! Im Folgenden wird Ihnen ein kleiner Überblick rund um den Rentenbeginn geboten.

Das wichtigste in Kürze

Während bis zum Jahre 2012 das gesetzliche Renteneintrittsalter bei 65 Jahren lag, steigt derzeit die Altersgrenze graduell bis 2029 auf 67 Jahre.

Langjährig Versicherte dürfen nach 35 Beitragsjahre in Rente. Voraussetzung hierfür ist neben den 35 Beitragsjahren, dass Sie zwischen 1949 und 1963 geboren sind. Für nach 1963 geborene gilt, Sie müssen ein besonders langjährig Versicherter sein um früher mit 65 in Rente zu gehen. Das sind Sie wenn Sie 45 Jahre gearbeitet haben.

Der frühstmögliche Renteneintritt ist mit 63 möglich. Dann müssen Sie aber mit einem 14,4 prozentigen Abschlag von der Rente rechnen.

Das Renteneintrittsalter

Die Frage, wann Sie genau in Rente gehen können, ist nicht so leicht zu beantworten, wie man es sich vielleicht wünschen würde. Während bis zum Jahre 2012 das gesetzliche Renteneintrittsalter bei 65 Jahren lag, steigt derzeit die Altersgrenze graduell bis 2029 auf 67 Jahre. Dies hängt vor allem mit der steigenden Lebenserwartung des Einzelnen zusammen. Hierbei kommt es auf Ihren Jahrgang an, inwiefern Sie von der Anhebung des Eintrittsalters betroffen sind.

Das System gilt für alle Personen, die nach 1946 geboren sind. Mit jedem zusätzlichen Jahr hebt sich das individuelle Renteneintrittsalter um einen Monat an. Das bedeutet, dass wenn Sie 1952 geboren sind, Ihre Rente mit 65 Jahren und sechs Monaten beginnt. Diese Anhebung gilt für alle Personen bis zum Jahrgang 1958, also für alle, die ohne Anhebung des Rentenalters spätestens 2023 in Rente gehen würden. Für alle späteren Jahrgänge, also ab 1959, bzw. ab 2024 bis 2029 wird das Eintrittsalter dann wiederum um zwei Monate angehoben. Sind Sie also 1960 geboren, können Sie grundsätzlich mit 66 Jahren und vier Monaten in Rente gehen. Für eine Person des Geburtsjahres 1964 und später ist hingegen der reguläre Rentenbeginn erst mit 67 Jahren.

Sonderregelung bei langjährig Versicherten

Der obere Absatz stellt die Regelaltersrente dar. Abweichend hiervon gibt es noch Sonderregelungen für „langjährig Versicherte“ und „besonders langjährig Versicherte“.

1. Langjährig Versicherte

Als „langjährig versichert“ gilt jeder, der 35 Beitragsjahre verzeichnet. Langjährig Versicherte genießen das Privileg, abschlaglos (also ohne Kürzungen) noch vor 67 in Rente gehen zu dürfen. Voraussetzung hierfür ist neben den 35 Beitragsjahren, dass Sie Person zwischen 1949 und 1963 geboren sind. Für alle späteren Jahrgänge gilt das reguläre Renteneintrittsalter von 67 Jahren.

2. Besonders langjährig Versicherte

„Besonders langjährig versichert“ ist wiederum jeder, der 45 Beitragsjahre mitbringt. Besonders langjährig Versicherte haben die Möglichkeit, deutlich früher in Pension zu gehen als normalerweise vorgesehen. Diese Art von Rente wird im Volksmund auch „Rente mit 63“ genannt, weil bis zum Jahre 2012 besonders langjährig Versicherte schon mit 63 Jahren abschlaglos in Rente gehen konnten. Allerdings unterliegen auch besonders langjährig Versicherte der Anhebung des Renteneintrittalters: und zwar nach gleichem System, wie im Falle der regulären Altersrente. Somit können beispielsweise besonders langjährig Versicherte des Jahrgangs 1950 frühestens mit 63 Jahren und vier Monaten in Rente gehen. Personen, die wiederum 1964 geboren sind, gehen mit 65 Jahren in den Ruhestand.

Vorzeitige Rente mit Abschlag

Weiterhin besteht die Möglichkeit des vorzeitigen Renteneintritts. Dies ist freilich immer mit einem Abschlag verbunden. Für jeden Monat der früheren Rentenbeanspruchung kommt ein Abschlag von 0,3 Prozent hinzu. Wenn Sie also schon mit 66 Jahren von Ihrer Rente Gebrauch machen, ist mit einer Kürzung in Höhe von 3,6 % zu rechnen.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Rentensystem derzeit einem ziemlichen Wandel unterworfen ist. Das frühe Vorsorgen für die Rente ist durchaus lohnenswert, während von der frühzeitigen Rentenbeanspruchung dringend abzuraten ist!